Insel Rügen und Sellin

Die Insel ist reich an Sagen und Geschichten. Spuk, Irrlichter, Wassergeister und wilde Jäger gehören ebenso zu den Erzählungen wie viele Wunder der Götter, denen die wendischen Bewohner im ersten Jahrtausend anhingen. Nicht weniger geheimnisvoll werden Geschichten um verschiedene Grabstätten (Hünengräber und Hügelgräber) oder um riesige Findlinge erzählt und weitergegeben.

Über die Entstehung der Insel Rügen wird folgende Geschichte erzählt: Kurz vor Feierabend der Schöpfungsarbeit stand der Herrgott auf der Insel Bornholm und schaute zum Festland hinüber. Die Pommersche Küste erschien ihm noch zu kahl. Er nahm von der letzten Erde aus seiner Molle und klatschte sie mit der Kelle hinüber. So ungefähr eine halbe Meile vor der Küste fiel das Bißchen ins Wasser. Der Hergott strich die Kanten schön glatt und der Hauptteil der Insel war fertig. Inzwischen war die Sonne fast untergegangen; deshalb kratzte er die Reste zusammen und warf sie hintendrein. So entstanden die Halbinseln Wittow und Jasmund. Das sah zwar ein wenig uneben aus, aber der Hergott dachte: "Es ist Feierabend, nun bleibt es so, wie es ist!".

Rügen ist die größte deutsche Insel mit einer Fläche von 974 km2, einer Nord-Süd-Ausdehnung von 49 km und einer Ost-West-Ausdehnung von 43 km. Die Insel hat eine Gesamtküstenlänge von 574 km. Etwas mehr als 71.000 Menschen leben auf ihr in 4 Städten und 42 Gemeinden. Rügen hat vier Halbinseln (Wittow, Jasmund, Mönchgut und Zudar) und viele kleinere Inseln. Die gegenseitige Durchdringung von Land und Meer ist so intensiv, daß kein Ort weiter als 5 bis 8 km von der Küste entfernt liegt. Zahlreiche Bodden und Wieken (Buchten) bewirken, daß der zentrale Inselkern um Bergen, Putbus, Garz und Gingst von einem Kranz großer und kleiner Halbinseln und Inseln umgeben ist.

Das Seebad Sellin wurde vor über 700 Jahren bereits erstmalig urkundlich erwähnt und seit 120 Jahren wird Sellin als Seebad besucht.

Sellin hat 2,4 km feinsandigen Strand - bis zu 30 m breit. Rechts von der Seebrücke kann man an Buchten bis zum Südstrand wandern, entweder am Wasser entlang oder am Hochufer durch den Wald.

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